Puppenkopf, Neapel. KK 2007

 

KUNST DER RECHERCHE  

 - Die Kunst der Recherche bildet Räume für das Denken. In ihnen kann kein allgemeines, intersubjektiv verifizierbares und industriell verwertbares Wissen abgerufen werden. Künstlerisches Forschen bietet auch kein Ergebnis im Sinne einer effektiven Anwendbarkeit - weder für die Wissenschaft noch für den Kunstmarkt. Recherchekunst bietet Verknüpfungstechniken an, die wie die asiatischen Kettengedichte Zeiten und Räume parallel schalten und sich damit „westlichen Prinzipien wie Plot, Motivation und Kausalität“ (Wolfgang Kemp) widersetzen. Dementsprechend findet künstlerisches Forschen im Kunstobjekt nicht seinen Abschluss, sondern seine Schnittstellen zu anderen diskursiven Feldern.
- Disturbance in your eyes.

KK