Einige Bemerkungen zur REFLEKTOGRAFIE: (mehr: siehe Ordner BIOGRAFIE)

 

Die Reflektografie ist ein fotografisches Verfahren, das Interaktionen von analogen und digitalen Bildern an der Schnittstelle “Computerscreen" aufzeichnet. Es handelt sich um digialisierte Fotografien, die im Computer als Code vorhanden sind und sich auf seiner Oberfläche zeigen und um Zeichnungen, die sich vor seiner Oberfläche befinden und sich in seinem Glas spiegeln. Die Vorgänge der Reflexion verändern nicht nur beide Bildarten, sondern thematisieren zugleich das Medium der Brechung und das Thema des Spiegels: das Glas wird als durchscheinendes und reflektierendes Material ins Register des Sichtbaren geholt; die Spiegelungen / REFLEKTOGRAFIEN werden als "Apparate des Sehens und nicht als bloße Reproduktionsmedien" (Hans Urlrich Reck) untersucht. Es geht mir darüber hinaus um die Aufzeichnung dessen, wie Sichtbarkeitsprozesse sich von Erkennensprozessen unterscheiden und sich oft gerade nicht für direkte Erkenntnisprozesse verfügbar machen. Mich interessiert gerade die Differenz zwischen Sehen und Erkennen einerseits, sowie Sehen und Visualisieren andererseits. Im Unterschied zur unregulierten, künstlerischen "Kreativität" geht es mir um den produktiv-konstruktiven Aspekt der Bildherstellung, also um Untersuchungen, die die Prozesshaftigkeit und die Medialität  der Produktionsvorgänge thematisieren, ausstellen und vermitteln.

 

KK 2015